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  30.11.2007  
  Klimaschutz und Stadtwerke Wörgl
  Interview mit Geschäftsführer DI Helmuth Müller
  Sehr geehrter Herr DI Müller, Klimaschutz ist derzeit in aller Munde, können Stadtwerke zur Lösung des Problems etwas beisteuern?

Helmuth Müller (HM): Ich bin der Meinung, dass es zur Bewältigung dieses Themas nicht ein allumfassendes Wunderheilmittel geben wird, sondern dass es vielmehr nötig ist, dass weltweit viele Milliarden Einzelmaßnahmen – natürlich eingebettet in Gesamtkonzepte – in Haushalten, Unternehmen und beim Verkehr umgesetzt werden müssen. Und da können Stadtwerke als lokale Energiekompetenzzentren sehr wohl etwas beitragen.

Woran denken Sie?
HM: Grundsätzlich sind 2 Ansätze zu verfolgen. Erstens ist die Energieeffizienz in allen Bereichen erheblich zu steigern, das heißt sparen und vorhanden Energie intelligent einsetzen. Neben dem Klimaschutzeffekt können Maßnahmen hier nur in der Breite wirksam sein, wenn der Einzelne mehr Kosten spart als ihn die Effizienzsteigerung kostet. Für mich ist in diesem Zusammenhang der Einsatz von Wärmepumpen geradezu genial, und wir bieten Wärmeversorgungskonzepte für solche Systeme an.

Wie ist das zu verstehen?
HM: Schauen Sie, mit einer Wärmepumpe verwenden Sie Sonnenenergie, die in der Erde oder im Grundwasser gespeichert ist und „pumpen“ diese Wärme auf das gewünschte Temperaturniveau. Dafür benötigen Sie 1 Kilowattstunde Strom, um 4 bis 5 Kilowattstunden Wärme zu erzeugen. Und diese Form der Wärmeerzeugung ist regional absolut emissionsfrei. Und wenn der verwendete Strom aus Wasserkraft erzeugt wird, dann entstehen auch nirgendwo sonst Emissionen.

Und wo liegen denn da die Kosten für die Wohnungsmieter bei einer Wärmepumpenheizung?
HM: Ohne Betrachtung der Investition liegen die Kosten um ca. 70% bis 75% unter denen von Öl und Gas. Noch zu beachten ist aber, dass die Strompreise mit Sicherheit wesentlicher stabiler sein werden als die von Öl und Gas.

Und was ist der zweite Ansatz?
HM: Neben der möglichst effizienten Gestaltung des Energieverbrauchs ist die Erzeugung der Energie ein wesentliches Element. Und hier sehen wir unsere Aufgaben wenn irgendwie möglich in einem weiteren Ausbau eigener Wasserkraftwerke, aber auch in der gezielten Errichtung von Kraft-Wärmekopplungsanlagen sowie von Fotovoltaikanlagen. Auch die unbedingt anzustrebende Nutzung der Abwärme des Wörgler Eggerwerkes steht auf unsere Liste.

Wo sehen Sie Wörgl „energetisch“ in 15 bis 20 Jahren?
HM: Die Bevölkerung wird extrem energiebewusst sein und handeln. Ein Großteil der Immobilien wird Passivhausstandard haben. Jedes Haus hat sein kleines Fotovoltaikkraftwerk. Wir werden ein weiteres Wasserkraftwerk in Betrieb genommen haben. Wörgl ist auf dem Weg zur Energieautarchie

Vielen Dank für das Gespräch!
   
 
 
 
 
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