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  22.12.2005  
  Stadtwerke Wörgl prüfen Einstieg in die Gebäudewärmeversorgung!
  Eine der strategischen Aufgaben der Stadtwerke Wörgl GmbH ist, aufbauend auf den vorhandenen Unternehmensstärken, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Um diese „Suche“ nach neuen Möglichkeiten bemüht sich DI (FH) Othmar Frühauf, der seit 01.10.2005 als neuer Mitarbeiter für den Bereich „Neue Geschäfte“ verantwortlich ist..
  Die Stadtmagazinredaktion führte mit Herrn DI (FH) Othmar Frühauf und Geschäftsführer DI Helmuth Müller folgendes Gespräch:

Stadtmagazin (SM): Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Neue Geschäfte“ und welche Ziele verfolgt die Stadtwerke Wörgl GmbH mit der Erweiterung ihres Angebotes?

Müller: Zur langfristigen Absicherung der Zukunft unseres Unternehmens ist es erforderlich, konsequent nach neuen Geschäftsmöglichkeiten zu suchen. Diese müssen auf vorhandenem Know-how und den Stärken des Unternehmens aufbauen. Als Energieversorger denken wir in erster Linie an weitere Möglichkeiten in diesem Bereich. Derzeit sehen wir uns den Einstieg in die Wärmeversorgung genau an.

SM: Warum glauben Sie, ist gerade der Bereich Wärmeversorgung attraktiv?

Frühauf: Insbesondere das heurige Jahr hat gezeigt, wie stark und schnell Energiekosten vor allem im Bereich der fossilen Brennstoffe steigen können. Und dieser Trend ist wohl langfristig nicht aufzuhalten. Dazu kommt, dass wir Energiesysteme brauchen, die auf die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts ausgerichtet sind.

In Wörgl ist die Alterstruktur der Immobilien so, dass eine große Anzahl der Gebäude aus den 70er und 80er Jahren stammt und die vorhandenen Heizungsanlagen sukzessive ersetzt werden müssen. Hier wollen wir ansetzen und moderne, wenn möglich ökologisch neutrale Heizsysteme modernster Technik einsetzen und Wohnhäuser über Mikrowärmenetze mit Wärme beliefern.

SM: Was sind Mikrowärmenetze und welchen Nutzen hat der Kunde davon?

Frühauf: Unser Konzept besteht darin, modernste Heizungsanlagen auf eigene Kosten zu errichten und zu betreiben und die in den Heizungsanlagen erzeugte Wärme unseren Kunden
über einen Wärmeliefervertrag zur Verfügung zu stellen. Aus einer solchen Heizzentrale können netzartig mehrere Gebäude versorgt werden – damit haben wir Mikrowärmenetze.

Der Vorteil für den Kunden liegt in einer normalerweise erheblichen Einsparung der laufenden Kosten, wobei zusätzlich die Investition in die neuen Anlagen nicht aus dem Rücklagenkonto der Wohngemeinschaften kommt, sondern von uns getätigt wird. Damit können vorhandene Rücklagen anderweitig eingesetzt werden wie beispielsweise in Wärmedämmung oder nötige Dachsanierungen.

Und dazu kommt ein wesentlicher Umweltbeitrag durch eine stark verbesserte Abluftsituation.

SM: Konzentrieren Sie sich somit nur auf ältere Gebäude?

Frühauf: Nein, wir sind mit allen Wohnbauträgern in Kontakt, die in Wörgl neue Bauten errichten. Auch dort wollen wir unsere Leistungen in Form eines Wärmeliefervertrages anbieten.

SM: Auf welche Technologien setzen Sie?

Müller: Grundsätzlich wollen wir solche Systeme einsetzen, welche einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltsituation leisten. Die einzusetzende Technologie hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab und wird nach eingehender Analyse maßgeschneidert. Die Palette reicht von Wärmepumpen über Biomasse- und Solaranlagen, welche auch in sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können. Aber auch der sinnvolle Einsatz von Erdgas ist projektbezogen denkbar.

Vor allem im Bereich der Biomasse denken wir an eine enge Kooperation mit den Wörgler Landwirten, wenn es um die Belieferung mit Hackschnitzel als Brennstoff geht.

SM: Wie konkret sind Ihre ersten Projekte?

Müller: Wir haben mehrere Projekte, bei denen wir derzeit in der Analysephase sind. Einige davon betreffen das Stadtzentrum, andere wiederum befinden sich beispielsweise im Bereich der Ladestraße. Wir hoffen im kommenden Jahr unser erstes Wärmeversorgungsprojekte realisieren zu können.

SM: Vielen Dank für das Gespräch.
   
 
 
 
 
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