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  24.01.2005  
  Das Kraftwerk Kelchsau-Ehreit wird gebaut.
  Die Stadtwerke Wörgl GmbH und die Kommunalbetriebe Hopfgarten GmbH haben die endgültige Errichtungsentscheidung für die Kleinwasserkraftanlage Kelchsau-Ehreit gefasst. Nachdem Mitte Dezember 2004 der lange erwartete naturschutzrechtliche Genehmigungsbescheid zugestellt wurde, war nochmals eine intensive Beratungs- und Entscheidungsphase erforderlich, da die vorgeschriebenen Restwassermengen die Wirtschaftlichkeit des Projektes gegenüber allen Erwartungen nochmals negativ beeinflusst. Trotzdem kam es letztendlich vor allem im Lichte der langfristigen Perspektive zu einer positiven Entscheidung.
  Eine Investition für die nächste Generation in zweifacher Hinsicht

Die Stromerzeugung aus heimischer Wasserkraft ist für Wörgl und Hopfgarten unbestritten die umweltfreundlichste Art elektrische Energie zu erzeugen. Jede erzeugte Kilowattstunde macht die Erzeugung dieser Kilowattstunde aus thermischen Anlagen oder gar aus Atomkraftwerken überflüssig. Diese Investition entspricht voll den Zielsetzung der Europäischen Union und der österreichischen Ökostromgesetzgebung sowie den Zielen des Kyoto-Protokolls. Damit leistet dieses Projekt zwar einen kleinen aber wertvollen Beitrag zur Erhaltung unseres Lebensraums für die nächste Generation.

In diesem Lichte ist auch die positive Errichtungsentscheidung zu sehen. Durch die hohe Restwasservorschreibung seitens der Naturschutzbehörde wurde die Wirtschaftlichkeit des Projektes negativ beeinflusst, da eine höhere Restwasservorschreibung direkt die jährliche Energieproduktion reduziert. Die zweite wesentliche Einflussgröße auf die Wirtschaftlichkeit eine Kleinwasserkraftanlage sind die Investitionskosten (inkl. Ablösen und Bauzinsen), die nach intensiver Analyse auf 6,0 bis 6,3 Mio. € reduziert werden konnten. Trotzdem liegt die Amortisationsdauer bei ca. 25 Jahren. Aus diesem Grund ist die erfolgte Errichtungsentscheidung nicht eine Entscheidung für einen kurzfristigen finanziellen Erfolg. Dieser kann frühestens von den nächsten Generationen realisiert werden.

Die umweltschonende Gestaltung dominiert die Anlagenkonzeption

Derzeit betreiben die Stadtwerke Wörgl GmbH und die Kommunalbetriebe je eine Kleinwasserkraftanlage in der Kelchsau, wobei die Stadtwerke Wörgl das Wasserdargebot der Langen Grundache und die Kommunalbetrieb Hopfgarten jenes der Kurzen Grundache nutzt. Die Stromerzeugung erfolgt seit vielen Jahrzehnten in einem gemeinsamen Krafthaus, das sich am Zusammenfluss der beiden Gewässer befindet. An dieser Stelle, der Zwieselbrücke, wird derzeit das abgearbeitete Wasser aus den beiden Kraftwerken in die Kelchsauer Ache abgeleitet. Im Zuge der geplanten Errichtung des Kraftwerks Kelchsau-Ehreit soll das abgearbeitete Wasser der bestehenden Werke über eine 3,5 km lange Druckrohrleitung talauswärts geführt werden und dort im neu zu errichtenden Krafthaus nochmals zur Stromerzeugung genutzt werden.


Gegenüber früheren Plänen erfolgt kein baulicher Eingriff in den Flusskörper der Kelchsauer Ache, das neue Krafthaus wird in den Hang gebaut und nach Fertigstellung optisch unauffällig sein. Eine das Landschaftsbild störende Freileitung wird über 3,5 km verkabelt und rückgebaut, was auch Vorteile für die betroffenen Landwirtschaftsflächen bedeutet. Die Trassenführung wurde in Abstimmung mit den betroffenen Grundeigentümern derart optimiert, dass es nach Fertigstellung praktisch keinerlei Beeinträchtigungen geben wird.

Die einzuhaltenden Restwasservorschreibungen (mind. 850 l/sec jahresdurchgängig an der Zwieselbrücke und von April bis September 2.000 l/sec) gewährleisten, dass der Kraftwerksbetrieb nicht wahrzunehmen sein wird. Dies bestätigen umfangreiche Gutachten und Sachverständigenstellungnahmen.

Eckdaten des Kraftwerks Kelchsau-Ehreit:
Ausbauwassermenge 2,2 m³/sec
Bruttofallhöhe 100,5 m
Leistung 1.800 kW
Jahresstromproduktion 9.500.000 kWh

Eine enge Kooperation zwischen zwei Gemeinden als Erfolgsfaktor

Die Errichtung des Kraftwerks Kelchsau- Ehreit erfolgt im Zuge einer engen Kooperation zwischen der Stadtwerke Wörgl GmbH und der Kommunalbetriebe Hopfgarten GmbH. Diese haben am 12.01.2005 die Kraftwerk Kelchsau-Ehreit GmbH gegründet, an der beide Unternehmen mit je 50% beteiligt sind. Die Geschäftsführung wird durch die beiden Geschäftsführer der Muttergesellschaften kollektiv erfolgen, auch der Beirat ist paritätisch besetzt. Die Gesellschaft wird die Errichtung durchführen und danach den Betrieb des Kraftwerks übernehmen. Die Projektleitung für die Errichtungsphase hat Herr Franz Sollerer übernommen.

Baubeginn Ende Jänner 2005, Inbetriebnahme Dezember 2005

Aufgrund der Auflagen zur Erlangung der Förderungswürdigkeit gemäß Ökostromgesetz ist die Inbetriebnahme des Kraftwerks Kelchsau-Ehreit vor dem 31. Dezember 2005 erforderlich. Aus diesem Grund wurden in den letzten Monaten trotz noch nicht vorliegendem naturschutzrechtlichen Genehmigungsbescheid und somit endgültiger Errichtungsentscheidung umfangreiche Vorbereitungs- und Planungsarbeiten durchgeführt. Die terminkritischen Anlagenteile sind beauftragt, die restlichen Ausschreibungen sind im Laufen. Mit dem Bau der Brücke zum neuen Krafthaus wird Ende Jänner 2005 begonnen. Die Inbetriebnahme erfolgt Im November/Dezember 2005.

   
 
 
 
 
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