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  17.09.2013  
  Anrainerprotest gegen Kompostieranlage - Stadt Wörgl ist um erträgliche Rahmenbedingungen bemüht
  „Wir halten das nicht mehr aus!“ - Mit dieser Aussage richteten sich die Bewohner des nördlichen Stadtteils von Wörgl Anfang August 2013 abermals an die regionale Presse. Sie verlangten das Einhalten der Auflagen oder die Anlagen-Schließung. Bürgermeisterin Hedi Wechner und Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhard Jennewein haben sich dieser Sache nun verstärkt angenommen und sind um eine erträgliche Lösung bemüht.
  Stadtwerke Wörgl hatten für die Anrainerbeschwerden stets ein offenes Ohr
„Schon seit mehreren Jahren bin ich mit den Anrainern, insbesondere mit Frau Ingrid Schipflinger in Kontakt, hatte für die Beschwerden stets großes Verständnis und für deren Anliegen immer ein offenes Ohr“, erläutert Jennewein. In den letzten beiden Jahren wurde im Abwasserverband die Co-Vergärungsanlage konzipiert und letztendlich die Entscheidung getroffen, dass mit dem Bau der Anlage im März 2013 begonnen wird. Noch im heurigen September wird die Anlage in den Probebetrieb gehen. Dann werden alle 13 Verbandsgemeinden ihren Biomüll schrittweise in diese Anlage liefern und den Biomüll dort entsorgen. „Die Wörgler Kompostieranlage wird am 31.12.2015 ihre Pforten schließen. Bis dahin müssen wir sicherstellen, dass die Anlage bescheidkonform betrieben wird und alles dafür getan wird, dass die Belastungen für die Anrainer erträglich sind“, führt Jennewein weiter aus.

Lokalaugenschein durch die Bezirksbehörde
Am 21. August 2013 wurde zur Überprüfung der Kompostieranlage von der Bezirkshauptmannschaft Kufstein, Abteilung Umweltschutz, ein Lokalaugenschein durchgeführt. Bei dieser Anlagenüberprüfung nahmen die wasserwirtschaftlichen und abfalltechnischen Amtssachverständigen teil, der Sachverständige für Immissionsschutz sowie der Amtsarzt der Bezirkshauptmannschaft Kufstein. Zunächst erfolgte eine gemeinsame Begehung der Anlage, der Betreiber Hubert Werlberger hat den Teilnehmern die Betriebsabläufe erläutert und ist dabei auch auf die Anrainerbeschwerden eingegangen. Bei der Anlage selbst wurden seit der behördlichen Genehmigung keine baulichen Änderungen vorgenommen, die Anlagenteile wurden instand gehalten, sodass sich die wasserfachlich relevanten Anlagenteile auch heute noch in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden. Eine leicht beschädigte Abwassersammelrinne wurde zwischenzeitlich repariert.

Vom abfalltechnischen Amtssachverständigen und dem Sachverständigen für Immissionsschutz wurde festgestellt, dass derzeit bei der Kompostieranlage ein zu hohes Biomüllaufkommen verarbeitet wird. Jährlich werden ca. 1.670 Tonnen Biomüll, davon ca. 950 Tonnen von der Stadt Wörgl und ca. 720 Tonnen von den Gemeinden Kirchbichl und Wildschönau kompostiert. Dies bedingt, dass die Verfahrensabläufe nicht 100%ig eingehalten werden können und dadurch auch phasenweise größere Mengen an Geruchsstoffen freigesetzt werden können. Der Sachverständige für Immissionsschutz kann sich dabei lediglich auf die Anrainerbeschwerden stützen, beweisende Untersuchungen bei den Wohnungen der betroffenen Anrainer wurden nicht durchgeführt.

Die Amtssachverständigen haben sich mit dem Betreiber Hubert Werlberger beraten, wie der Verfahrensablauf nach Wegfall der Biomüllmengen aus den Gemeinden Kirchbichl und Wildschönau anzupassen ist. Dies passiert ab Jänner 2014. Ab diesem Zeitpunkt werden nur mehr jährlich 950 Tonnen Wörgler Biomüll verarbeitet. Dann soll es möglich sein, bei bescheidkonformen Betrieb die Geruchsemissionen weitestgehend in den Griff zu bekommen. Seitens des Amtsarztes wurde angeführt, dass aufgrund dieses Lokalaugenscheines eine Gesundheitsgefährdung für die Anrainer keinesfalls festgestellt werden kann.

Lösungsansätze und weitere Vorgehensweise
Am Donnerstag, 22. August 2013 erfolgte auf Einladung von Frau Bürgermeister Hedi Wechner eine Besprechung mit dem Betreiber Hubert Werlberger. Zunächst wurde vereinbart, auch an die Gemeinde Kirchbichl heranzutreten, damit das zur Kompostierung erforderliche Strukturmaterial (Baum- und Strauchschnitt) in ausreichender Menge in die Wörgler Kompostieranlage geliefert wird. Gleichzeitig wird die Kompostieranlage einer Generalreinigung unterzogen und insbesondere auch der vorgeschriebene Erdwall entlang der Grillparzerstrasse bearbeitet. Die gelagerte Biomüllmenge ist im Laufe des heurigen Herbstes in die Hauptmieten, die sich in der Kompostierhalle befinden, einzuarbeiten. „Das Gespräch mit dem Betreiber Hubert Werlberger war sehr konstruktiv, alle Beteiligten waren sich einig, dass die Anrainerbeschwerden sehr ernst genommen werden müssen. Mit den raschen Verbesserungen können wir die Anrainerbelastungen auf ein erträgliches Maß reduzieren, eine erste richtige Verbesserung wird es aber erst im Jänner 2014 geben können, sobald der Biomüll der Gemeinden Kirchbichl und Wildschönau nicht mehr in Wörgl kompostiert wird“ erläutert Bürgermeisterin Hedi Wechner. Die dann noch verbleibenden 2 Jahre, in denen dann nur mehr der Wörgler Biomüll verarbeitet wird, sollten zu keinen gröberen Belastungen mehr führen. Die Stadtwerke Wörgl und der Betreiber Hubert Werlberger werden sich darum gemeinsam bemühen.
   
 
 
 
 
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