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  28.05.2013  
  Stadtwerke Wörgl – Bericht des Geschäftsjahres 2012/13
  Am 31.03.2013 endete das Geschäftsjahr 2012/13 der Stadtwerke Wörgl GmbH. Die Redaktion des Stadtmagazins sprach mit Geschäftsführer Mag. (FH) Reinhard Jennewein über den Verlauf des Wirtschaftsjahres und über künftige Projekte und Investitionsvorhaben der Stadtwerke Wörgl.
  STM: Durch Regulierung und Wettbewerb geraten die österreichischen Stadtwerke zusehends unter Druck. Wie wollen Sie die kommunale Versorgung aufstellen, um auch in Zukunft zu bestehen?

Jennewein (JR): Uns ist völlig bewusst, dass sich die Energiewirtschaft in einem nachhaltigen Transformationsprozess befindet. Unser optimistischer Blick in die Zukunft basiert auf drei Säulen: Zum einen auf den mittelständischen Werten der kommunalen Energieversorgung wie Kundenorientierung, Kundennähe und Kooperationsfähigkeit. Diese Themen werden schrittweise immer stärker in die bestehenden Geschäftsmodelle einbezogen, insbesondere das Thema Energiedienstleistungen muss gegenüber den Kunden neu positioniert werden. Eine zweite Säule wird die laufende Energiewende bleiben. Dieses gesellschaftspolitische Großprojekt der Republik Österreich bietet Möglichkeiten, weitere und neue Geschäftsmodelle auszubauen. Die dritte Säule sind Innovationen. Wir können uns schon lange nicht mehr hinter dem Standardgeschäft verstecken. Entscheidend wird wohl sein, Dienstleistungspakete zu entwickeln, die wirtschaftlich sind und den geänderten Kundenbedürfnissen Rechnung tragen.

STM: Welche Tätigkeiten haben das Wirtschaftsjahr 2012/13 im Wesentlichen geprägt?

JR: Das abgelaufene Wirtschaftsjahr stand ganz im Fokus der Ausbauplanung der Erneuerbaren Energien, zudem waren auch mehrere Instandhaltungsmaßnahmen zur Wahrung der Versorgungssicherheit erforderlich. Im Bereich des Stromverteilnetzes wurde im Jahre 2012 mit dem Bau des 25kV-Ringes vom Umspannwerk Müllnertal über die Bodensiedlung und weiter bis zum Umspannwerk Angatherweg begonnen, in 2012/13 erfolgte der 1. Bauabschnitt bis zur Netzstation Flucking. Für die Trinkwasserversorgung war es notwendig, Leitungsschäden im Bereich Wörgl-Boden zu sanieren sowie kleinräumigere Reparaturen durchzuführen. Der 1. Bauabschnitt für die Generalsanierung im Bereich der B171 konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Schwerpunktmäßig erfolgte im abgelaufenen Jahr die Einreichplanung für die Errichtung des Kleinwasserkraftwerkes Egerndorf an der Brixentaler Ache. Dieses Projekt wurde im Jänner 2013 bei der Landesbehörde zur Genehmigung eingereicht. Im Herbst 2013 soll mit den Bauarbeiten des neuen Recyclinghofes am Lahntal-Areal begonnen werden, auch hier konnte die Einreichplanung fertiggestellt werden. Die Idee, industrielle Abwärme aus dem Betrieb der Firma Tirol Milch in ein stadteigenes Wärmenetz einzuspeisen, erforderte eine sehr intensive Konzeptionsarbeit und viele Detailgespräche. Auch hier liegen nun sehr interessante Planungsergebnisse vor, die Umsetzung dieses Vorhabens ist letztendlich eine Entscheidung der städtischen Gremien.

STM: In welchen Bereichen werden sich die Stadtwerke Wörgl in naher Zukunft engagieren?

JR: Langfristig gesehen wird sich der Ausbau der Strom- und Wärmeerzeugung mit Biomasse sowie Wasserkraft und Sonnenstrom im Energiemix der Stadtwerke Wörgl bemerkbar machen. Noch im Sommer 2013 wird mit den Planungsarbeiten des Sonnenkraftwerksparkes III, der am Hallendach des neuen Recyclinghofes entstehen soll, begonnen. Die Kunden der Stadtwerke Wörgl können sich an dieser PV-Anlage beteiligen, auch dafür werden die Stadtwerke Wörgl wieder Wörgler Sonnenscheine anbieten. Des Weiteren werden im Sommer/Herbst 2013 die Gespräche mit der Landesbehörde zur wasserrechtlichen Genehmigung des Kleinwasserkraftwerkes Egerndorf an der Brixentaler Ache geführt. Eine bereits beauftragte regionale Grundwassererkundung soll den Ist-Zustand der Grund- und Hangwässer feststellen und die erforderlichen baulichen Maßnahmen zur Wahrung des Grundwasserhaushaltes erörtern. Die Stadtwerke Wörgl haben dazu den Anrainern und der Bürgerinitiative „LA 21 Bruckhäusl aktiv“ einen offenen und transparenten Dialog zugesichert. Unverständlicherweise ist die Gemeindeführung Kirchbichls diesem Öko-Kraftwerk gegenüber nicht kooperativ und beabsichtigt, diese saubere und CO2-freie Stromgewinnung zu verhindern. In den nächsten Monaten werden die Verantwortlichen der Stadtwerke Wörgl eine flächendeckende Wärmeversorgung unter Nutzung der vorhandenen industriellen Abwärme konzipieren und im Detail planen, eine Umsetzung könnte hier bereits im Jahre 2014 möglich sein. Die Aktivitäten der Stadtwerke Wörgl sind insgesamt ganzheitlich dem Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz ausgerichtet.
   
 
 
 
 
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