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  03.01.2012  
  Energiewende - ganz Wörgl muss an einem Strang ziehen!!
  Energie findet sich in seiner Themenvielfalt fast täglich in den Schlagzeilen: steigende Energiepreise, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern oder der Klimawandel. Mag. (FH) Reinhard Jennewein, Geschäftsführer der Stadtwerke Wörgl GmbH, spricht über die Energiewende als zukünftige Herausforderung für einen Kommunalversorger.
  In der Öffentlichkeit wird häufig über die geplante Energieautarkie Wörgl´s diskutiert. Ist das Utopie oder realisierbare Vision?

Jennewein (JR): Wie auch immer man zur Energieautarkie – eigentlich viel besser zur Energieautonomie – und deren Erreichbarkeit steht, sie ist in jedem Falle ein Zukunftsbild, das von uns als Energiedienstleister der Stadt Wörgl positiv aufgenommen wurde und eine Vision, die dazu beiträgt, dass das Thema Energie von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Wörgl bewusster wahrgenommen wird. Für die Erreichung einer nachhaltigen Energiezukunft braucht es Initiativen und die Beteiligung aller. Mit unserem Programm „Wörgl-unsere Energie“ verfolgen wir schon heute klare Ziele.

Welche Entwicklungen und Herausforderungen sind für eine nachhaltige Energiezukunft wesentlich?

JR: Fakt ist, dass unsere Stadt heute zu einem überwiegenden Teil, insbesondere im Bereich der Raumwärme, von fossiler Energie abhängig ist. Der Energieverbrauch hat sich hier in den letzten Jahrzehnten fast verdoppelt, so beträgt beispielsweise der Heizwärmebedarf im Wohnbau heute bereits 95 Mio kWh, wobei heute noch immer mehr als 50% der Wörgler Haushalte eine Ölheizung im Einsatz haben.

Dennoch, die Frage nach der Energiezukunft darf keineswegs nur eindimensional – also aus der Perspektive des Umwelt- und Klimaschutzes oder der ökonomischen Abhängigkeit – betrachtet werden. Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region wird maßgeblich auch dadurch beeinflusst, in welcher Form und zu welchen Preisen Energie bereitgestellt wird.

Wie können die Stadtwerke Wörgl jetzt nachhaltige Weichenstellungen vornehmen?

JR: Die Stadtwerke Wörgl haben bei der Gestaltung einer nachhaltigen Energiezukunft Wörgl´s eine führende Rolle eingenommen. Mit dem Klimaschutz- und Energieprogramm „Wörgl–unsere Energie“ arbeiten wir ständig an einem ambitionierten Konzept, das nicht nur die Notwendigkeit und Chancen einer Energiewende aufzeigt, sondern auch konkrete Wege. Das Programm orientiert sich an ehrgeizigen Zielen und der Vision einer 100% nachhaltigen Energieversorgung. Unsere Eckpfeiler dabei sind, einerseits den Energieverbrauch der Stadt zu senken, indem Einspar- und Effizienzpotenziale genutzt werden und andererseits den Anteil erneuerbarer Energieträger unter Nutzung der regional vorhandenen Ressourcen zu optimieren. Mit Sonne, Biomasse, Wind, Wasser und Erdwärme stehen klimaschonende Quellen zur Erzeugung von Strom und Wärme zur Verfügung.

Welche Technologien sind Ihrer Meinung nach wirklich marktreif?

JR: Marktreif sind sicherlich größere Biomasseanlagen mit Nah- oder Fernwärmenetz, dezentrale Anlagen wie Photovoltaik zur Stromerzeugung, Pelletsanlagen und Wärmepumpen. Auch die Solarthermie zur Aufbereitung von Warmwasser hat seit einigen Jahren Marktreife erlangt. Darüber hinaus ist auch das Blockheizkraftwerk zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme technologisch ausgereift. Neue Wege bei der Energieversorgung zu bestreiten, braucht Mut und Engagement und eine treibende Kraft vor Ort. Schon über mehrere Jahre arbeiten die Verantwortlichen der Stadtgemeinde und Stadtwerke Wörgl an einem Energieentwicklungsplan. Nun werden auch die Erkenntnisse aus dem vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekt „Wörgl Smart City“ in diesen Energieplan der Stadt Wörgl einfließen und daraus Handlungsmaßnahmen abgeleitet.

In welchen Bereichen werden sich die Stadtwerke Wörgl engagieren?

JR: Der Energiemix in 20 Jahren wird mit dem von heute nicht mehr vergleichbar sein. Auch in unserer Region ist dies idealerweise durch den Ausbau der Wasserkraft zu erreichen, denn Wasserkraft hat das größte Ausbaupotenzial. Die Rückmeldungen aus Politik, Wirtschaft und Bevölkerung bestärken uns in dieser Absicht, meist bekommen wir große Zustimmung, wenn wir über unsere Kraftwerksvorhaben diskutieren. Derzeit prüfen wir die Möglichkeiten, die regionalen Gewässer unter Berücksichtigung aller Interessen für die Energiegewinnung nutzen zu können. Im Frühjahr 2012 möchten wir zudem in Wörgl einen weiteren Sonnenkraftwerkspark in Betrieb nehmen und unsere Photovoltaikinitiative fortsetzen. Darüber hinaus arbeiten wir am Konzept, Biomasse- und Biogastechnologien wirtschaftlich einsetzen zu können. Selbst Geothermie und Windkraft sind Bestandteil unserer laufenden Untersuchungen.

Unser Angebot der Energieberatung im Energieservice Wörgl gemeinsam mit der Energie Tirol, aber auch unser unterstützendes Fördermanagement (zB Photovoltaikförderung) sollen einen Beitrag zum Energiesparen und zum effizienten Energieeinsatz leisten. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen geplant, die eine Steigerung der Energieeffizienz bewirken sollen.
   
 
 
 
 
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