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  22.11.2011  
  Stadtwerke Wörgl bilanzieren ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr
  Mag. (FH) Reinhard Jennewein, seit 1.1.2011 Alleingeschäftsführer der Stadtwerke Wörgl GmbH, bilanziert sein erstes Geschäftsjahr.
  Am 31.03.2011 ist für die Stadtwerke Wörgl das Geschäftsjahr 2010/11 zu Ende gegangen. Welche Ereignisse haben dieses Jahr im Wesentlichen geprägt?

Jennewein (JR): Geprägt von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zeigte sich die österreichische Wirtschaft im Jahre 2010 mit einer deutlichen Erholung. Die Stadtwerke Wörgl GmbH konnte im operativen Geschäft an die Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen und trotz schwieriger Rahmenbedingungen das Geschäftsjahr erfolgreich abschließen. Trotz gesunkener Stromnetztarife (Regulierung durch die E-Control) und rückläufiger Absatzmengen im Stromvertrieb konnte der Umsatz insgesamt auf 14,5 Mio Euro gesteigert werden. Zu dieser Umsatzsteigerung hat insbesondere das Installationsgeschäft im Bereich Photovoltaik beigetragen. Während sich die gesamte Netzabgabe um knapp 2% auf ca. 71,3 GWh reduziert hat, konnte die Stromeigenerzeugung auf knapp 19,5 GWh gesteigert werden. Dies nicht nur aufgrund einer guten Wasserführung der Kleinwasserkraftwerke, sondern auch aufgrund der Inbetriebnahme des eigenen Sonnenstromparks.

Im Bereich der Wärmeversorgung konnte der Wachstumskurs weiterhin eingehalten werden, im Berichtsjahr hat sich die Wärmemenge um ca. 36% auf 4,5 GWh erhöht. Dies vor allem durch die Inbetriebnahme weiterer Pellets-Heizungsanlagen. Im Bereich der Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie der Abfallwirtschaft sind die Absatzmengen moderat gestiegen, aufgrund einer Indexanpassung bei den Gebühren konnten die gestiegenen Fixkosten weitestgehend ausgeglichen werden. Als Internetprovider mit der Marke wörglweb sind die Stadtwerke Wörgl gut positioniert, die Erweiterung um wörglweb.mobil und wörglweb.TV ergänzen das Angebot. Das Leistungsspektrum von wörglweb kann sich damit sehen lassen.

Wie konnte dieses gute Ergebnis erreicht werden?

JR: Mein Dank gilt vor allem unseren Kunden, die uns auch während der zuletzt schwierigen Jahre an den europäischen Strombörsen treu geblieben sind. Dank gilt insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Einsatz dieses Ergebnis erst möglich machen. Dank gilt aber auch unserem Aufsichtsrat, der für unsere Anliegen stets Verständnis hat und insbesondere meinem Vorgänger, Geschäftsführer DI Helmuth Müller, der dieses Unternehmen mit einer konsequenten Geschäftspolitik in den letzten Jahren auf diesen Wachstumskurs gebracht hat und mich im Herbst 2010 bei der Übernahme der Geschäftsleitung stark unterstützte.


Was waren im letzten Jahr die Hauptprojekte?

JR: Das Geschäft der Stadtwerke ist generell sehr investitionsintensiv, so wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 1,90 Mio Euro investiert. Auch im Geschäftsjahr 2010/11 wurde für die Erweiterung der Verbandskläranlage Wörgl, Kirchbichl und Umgebung ein Baukostenbeitrag in der Höhe von ca. 0,40 Mio Euro geleistet. Somit haben die Stadtwerke Wörgl bei diesem Projekt ihren Anteil in der Höhe von ca. 5 Mio Euro eingebracht, die Gesamtkosten aller Verbandsmitglieder belaufen sich auf ca. 17,3 Mio Euro.

Im Bereich des Stromverteilnetzes wurde das Umspannwerk Angatherweg – das ist die zentrale Einrichtung für das Wörgler Stromnetz – altersbedingt saniert. Sowohl die 10kV- und 25kV-Schaltanlage als auch die Schutzeinrichtung im Mittelspannungsnetz waren davon betroffen. Um der Versorgungssicherheit nach zu kommen, war es erforderlich, die Netzstationen Hagleitnerstrasse und Wörgl-Boden zu errichten.

Und in Sachen Energieerzeugung?

JR: Den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung, aber auch Energiesparen und Energieeffizienz sehen wir als wichtige Faktoren zur Energiewende. Einerseits bemühen wir uns, die bestehenden Kleinwasserkraftwerke laufend zu optimieren und den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen (Wasserrahmenrichtlinie) anzupassen, andererseits sind wir ständig damit beschäftigt, neue Kraftwerksideen auszuarbeiten. Hier gilt es vor allem, das vorhandene Potenzial der regionalen Fließgewässer für die Stromerzeugung zu nutzen und dabei alle Interessen wie z.B. Naturschutz, Gewässerökologie und Energiewirtschaft abzuwägen.

Besonders aktiv sind wir in der Realisierung von Sonnenstromkraftwerken. Im Herbst 2010 wurden auf den Dächern der Volksschule, des Umspannwerkes West und der Kompostieranlage 3 Photovoltaikanlagen installiert und in Betrieb genommen. Diese Anlagen verfügen über eine Gesamtleistung von 87 kWp und erzeugen pro Jahr ca. 85.000 kWh Sonnenstrom. Damit können 25 Haushalte mit elektrischer Energie beliefert werden. Mit der Inbetriebnahme des Trinkwasserkraftwerkes Hennersberg II im Mai 2010 ist eine weitere Erzeugungsanlage ans Netz gegangen, jährlich werden damit ca. 65.000 kWh Ökostrom erzeugt.

Auch im Bereich der Nahwärmeversorgung wurden im Geschäftsjahr 2010/11 wichtige Investitionen getätigt. Mit der Inbetriebnahme der Pelletsheizungsanlage beim Pfarrkindergarten wurden nicht nur im Kommunalbereich wichtige Impulse gesetzt, sondern auch im Wohnbau beispielsweise bei der WE Brixentalerstrasse mit einer Pelletsanlage sowie beim Wohnbauträger Frieden in der Ladestrasse mit einer Wärmepumpenanlage ökologisch sinnvolle Wärmeerzeugungsanlagen errichtet.

Welche Aktivitäten planen die Stadtwerke Wörgl zum Beitrag des Klimaschutzes?

JR: Schon vor Jahren startete die Stadt Wörgl die Initiative „Wörgl-unsere Energie“ zur energetischen Selbstversorgung im Jahre 2025. Um einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten zu können, richten wir unsere Schwerpunkte auf eine flächendeckende Wärmeversorgung in Wörgl aus. Hier setzen wir vorwiegend auf Wärmepumpenlösungen und Biomasse. Aber auch Kraft-Wärmekopplungsanlagen könnten in Zukunft ein wichtiges Thema sein. Aus diesem Grund prüfen wir derzeit verschiedenste Möglichkeiten, ein künftiges Wörgler Wärmenetz zu gestalten. Welches Konzept sich hier behaupten wird, werden die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen und Studien zeigen. Wichtige Erkenntnisse für eine Wärmeversorgung der Zukunft werden auch aus den Analysen des Projektes „Wörgl Smart City“ erwartet. Dieses vom Klima- und Energiefonds geförderte Projekt wird aber auch wichtige Informationen zur Stadtentwicklung selbst, zur Ver- und Entsorgung sowie zum Verkehrsthema leisten. Trotz des Klimaschutzes darf unsere Stadt architektonisch nicht langweilig werden. Neue technologische Möglichkeiten für ökologisch nachhaltige Wohn- und Gewerbebauten sind zu prüfen, aber auch möglichst CO2-neutrale Verkehrskonzepte müssen entwickelt werden.
   
 
 
 
 
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