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  23.08.2011  
  Wörgl auf dem Weg in die smarte Energiezukunft
  Weltweit lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Städten, 2050 werden es aktuellen Prognosen zufolge mehr als 70% sein. Die zunehmende Urbanisierung wirft Probleme und Chancen auf, ein zentrales Thema wird eine ökologisch sinnvolle und sichere Energieversorgung sein. Der Klima- und Energiefonds startete im Dezember 2010 das zweistufige Förderprogramm „Smart Energy Demo – FIT for SET“. Die Vision dabei ist die erstmalige Umsetzung einer „Smart City“, also eines Stadtteils oder einer städtischen Region, die durch den Einsatz intelligenter grüner Technologien zu einer „Zero Emission City“ wird und in der Nachhaltigkeit gelebt wird. Die Stadt Wörgl hat bei diesem Förderprogramm das Projekt „Wörgl Smart City“ eingereicht.
  Aus welchen Beweggründen haben die Stadtgemeinde und die Stadtwerke Wörgl bei dieser Ausschreibung mitgewirkt?

Teuschel (TP): Schon vor Jahren startete die Stadt Wörgl die Initiative „Wörgl-unsere Energie“ zur Erreichung der energetischen Selbstversorgung bis 2025. Mit dem Förderprojekt „Wörgl Smart City“ (WSC) werden die Möglichkeiten der Neustrukturierung am Beispiel der Wörgler Südtiroler Siedlung untersucht und bilden die Grundlage für einen Masterplan für Stadtentwicklung, bauliche Maßnahmen, Energieversorgung, Verkehr und Gesellschaft. Dadurch werden weitere Möglichkeiten zur Energieeffizienz und die effektive Nutzung von Erneuerbarer Energie untersucht.

Wurde das eingereichte Projekt von der Fachjury berücksichtigt?

TP: Bei dieser Ausschreibung haben sich österreichweit insgesamt 30 Konsortien beim Klima- und Energiefonds beworben. In Summe standen 2,1 Mio Euro an Fördermittel zur Verfügung, die für die Ausarbeitung eines Umsetzungskonzeptes für spätere Demonstrationsprojekte zur Verfügung standen. Nach der Jurierung wurde am 19. Mai 2011 der Zuschlag an 19 Städte in 8 Regionen gegeben. Die Stadt Wörgl konnte sich mit ihrem innovativen Projekt immerhin in die Liste der geförderten Projekte der Städte Wien, Linz, Graz oder Innsbruck einreihen. Im Herbst 2011 kann die Stadt Wörgl dann am 2. Teil des Ausschreibungsverfahrens teilnehmen und Fördermittel für die Umsetzung ihres Konzeptes beantragen.

Welche Themen werden in diesem Projekt bearbeitet, was kann man sich unter einer „Smart City“ vorstellen?

TP: Ansätze und Beispiele für solche Projekte gibt es bereits viele. So helfen in einer schwedischen Stadt intelligente Verkehrssysteme, Staus zu verhindern und Emissionen zu reduzieren. In einer brasilianischen Stadt wird die Qualität des Trinkwassers durch ein intelligentes Wasser-Management verbessert. In einem arabischen Staat wiederum wird eine Stadt entwickelt, die komplett auf intelligent vernetzten Infrastrukturen aufbaut. Solche Systeme werden ständig kontrolliert (zB. Schadstoff- und Lärmbelastung, Wassertemperaturen, Verkehrsaufkommen, Auslastung der öffentlichen Parkplätze und vieles mehr) und können jederzeit feinreguliert werden. Das ständige Wachstum der Groß- und Kleinstädte macht bei der Verknappung der Ressourcen ein Umdenken in der Stadtplanung mittelfristig unumgänglich. Um die Lebensqualität der Menschen in den Städten zu verbessern und dabei als Stadt Wirtschaftlichkeit zu garantieren, sind neue intelligente Systeme nötig. Hier kommt künftig dem Einsatz von Informations- und Kommunikations-technologien eine Schlüsselrolle zu, um den Bürgern komfortable und neuartige Dienstleistungen anbieten zu können. Langfristig geht es dabei um die Optimierung des Energiesystems der gesamten Stadt. Es wird eine Roadmap erstellt, wie wir die Vision einer emissionsarmen Stadt bis zum Jahr 2050 erreichen können, und die ersten Schritte zur Umsetzung vorbereitet.

Wer wird an der Ausarbeitung des Konzeptes mitwirken?

TP: Der Gemeinderat der Stadt Wörgl hat in seiner Sitzung am 07.07.2011 auf Antrag der Ausschüsse für Stadtentwicklung sowie Verkehr und des Energiebeirates der Stadt Wörgl beschlossen, dass dieses Projekt unter Federführung der Stadtwerke Wörgl und in wissenschaftlicher Begleitung durch die Universität Innsbruck und des Austrian Institut of Technology (AIT) weiterverfolgt wird. Für mich als Projektleiter ist es eine besondere Herausforderung, die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen der Fachbereiche Stadtentwicklung, Gebäude, Energie, Mobilität, Entsorgung und Kommunikation zusammen zu führen. Auch Interessierte aus der Wörgler Bevölkerung können sich gerne zum Mitmachen an mich wenden.

Vielen Dank für das aufklärende Gespräch und viel Erfolg für das interessante Projekt!
   
 
 
 
 
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